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Die
Himmelsleiter
Der
bekannte Wandersteig ist wieder „besteigbar“
Seit
dem 27. Juli 2002 kann der berühmte Wandersteig vom
Mordachtal zum Frankenstein wieder begangen werden. Die schweren
Stürme im Winter 1989/1990 hatten der Himmelsleiter so
schwer zugesetzt, daß sie nicht mehr begehbar war und sich
keine Hand zur Sanierung rührte. Gerade rechtzeitig zur
750-Jahr-Feier der Burg Frankenstein konnte sie in einer
Gemeinschaftsaktion der beiden beteiligten Gemeinden Mühltal
und Darmstadt, der Forstverwaltung und des Naturparks
Bergstraße/Odenwald wieder hergestellt werden.
Die
„Himmelsleiter“ ist der beliebte „Direktaufstieg“
vom Mordachtal zur Burg Frankenstein über rund 1700 m
gradlinigen steilen Waldweg. Stabile Trittstufen bieten sicheren
Halt, um fast 300 m Höhe zu überwinden.
Start
auf der Sohle des Mordachtales
Die
Himmelsleiter beginnt auf der Talsohle des Mordachtales –
nur Ortsunkundige sprechen vom „Beerbachtal“, das so
aber nur flußaufwärts in der Gemarkung
Nieder-Beerbach heißt. Entlang der Talsohle verläuft
die Landesstraße vom Kühlen Grund (zwischen Eberstadt
und Nieder-Ramstadt) nach Lautertal. Der Einstieg in die
Himmelsleiter beginnt gegenüber der Frankenbergersmühle
(klick rechts „Kartenskizze“). Die hier heimische
Müllersippe Frankenberger, deren Namen die ehemalige
Mühlenhofreite noch heute trägt, gehörte zu den
ältesten und begüterten Nieder-Ramstädter
Mühlenunternehmer, die über Jahrhunderte Wohlstand ins
Mühltal brachten.
Auf
knapp 1700 m 250 m aufwärts
Zunächst
müssen über die Himmelsleiter rund 350 Meter sehr
steil aufwärts überwunden werden, wobei dem Wanderer
die neuen Trittstufen notwendigen Halt bieten. Weitere 1300
Meter auf Nieder-Beerbacher Waldgemarkung sind es bis zur Burg
auf dem 430 Meter hohen Langenberg, nicht mehr nur über
steile Trittstufen.
Aber
die Mühen werden belohnt:
Mit
der Fernsicht über die Oberrheinische Tiefebene, über
Rheinhessen, zum Main, nach Frankfurt und über die
Odenwaldberge, mit dem Einblick in die Geschichte angesichts der
markanten Baulichkeiten über dem Mühltal und über
der Bergstraße, mit der Stärkung in der modernen
Gastronomie vor dem Abstieg.
Und
so kommt man hin:
Viele
Wege führen zur Himmelsleiter und über sie zum
Frankenstein. Fest steht, daß kaum Parkierraum für
Kraftfahrzeuge am Einstieg in die Himmelsleiter an der
Landesstraße 3098 besteht. Aber es bieten sich reizvolle
Alternativen zur Pkw-Anfahrt an. Einige Beispiele:
Von Eberstadt: Naturpark-Parkplatz
„Sommergrund“ an der B 426 (Gernsheim am Rhein –
Obernburg am Main, Abfahrt Frankenstein). Auf dem Rundwanderweg
3 (Ziff. 3 im gelben Kreis), der bald nach dem Knick nach Osten
auf den Herrnweg trifft (roter Querstrich) und die Himmelsleiter
kreuzt.
Von Nieder-Ramstadt: Reizvoll
ist die mit dem roten Querstrich markierte Wanderstrecke des
Odenwaldklubs. Die Markierung kann leicht an der Papiermühle
in Nieder-Ramstadt aufgenommen werden, wo auch begrenzte
Parkiermöglichketen für Pkw-Anreisende bestehen.
ÖPNV-Anreisende benutzen (nur werktags) die Linie NE
(Eberstadt – Nieder-Ramstadt – Darmstadt) und
steigen an der Haltestelle „Papiermühle“ aus.
Die Markierung führt im engen Tal entlang der
rauschenden Modau hinter alten Mühlen vorbei bis zum Kühlen
Grund, wo die Modau den Odenwald verläßt. Hier zeigt
uns ein Wegweiser bereits, daß wir auf dem richtigen Weg
zur Himmelsleiter sind. Hier biegt der bis dahin talabwärts
nach Südwesten gerichtete Weg nach Süden ab und folgt
jetzt dem Lauf der Mordach wieder hinter alten Mühlen
aufwärts bis zur Waldmühle, einer heutigen
Therapie-Einrichtung für Suchtkranke. Ein weiterer
Wegweiser zeigt auf den Steg über die Mordach und die
Landesstraße, nach der wir die Wegemarkierung „weißer
runder Punkt“ aufnehmen können. In Höhe der
Frankenbergersmühle zeigen Wegweiser den Einstieg in die
Himmelsleiter.
Vom Kühlen Grund (zwischen Eberstadt und
Nieder-Ramstadt) Das
ist der gleiche Weg wie zuvor beschrieben: Der Beschilderung
„Himmelsleiter“ nehmen wir gegenüber dem
Gasthaus „Kühler Grund“, dort wo man vom
Parkplatz des Gasthauses die (gefährliche!) B 426
überqueren kann.
Von Nieder-Beerbach: Von
Nieder-Beerbach gibt es viel kürzere Wege zum Aufstieg auf
den Frankenstein als über die Himmmelsleiter. Wer dennoch
den Einstieg in die Himmelsleiter sucht, sollte über den
schönen Waldrandweg rechts des Beerbachs an der Waldmühle
(auch: „Krämersmühle“) vorbei zunächst
zum Weiler Mordach wandern oder mit dem Linienbus NB am „Haus
Burgwald“) aussteigen.
Auch von Nieder-Ramstadt ist
es ein beliebter Weg über das Boschel (auch „Bonstal“)
zum Weiler Mordach. Gleich aus welcher Richtung die Mordach
erreicht wird: Hier ist die Landesstraße zu überqueren,
um jenseits die Odenwaldklub-Markierung „weißer
Punkt“ aufzunehmen und ihr zu folgen.
In Höhe
Frankenbergersmühle ist der Einstieg zur Himmelsleiter aus
dieser Richtung zwar nicht beschildert, aber unübersehbar.
Mit dem Öffentlichen
Personen-Nahverkehr (ÖPNV):
RMV-Linie
NB ab Nieder-Beerbach oder Eberstadt zur Haltestelle
Frankenbergersmühle – unmittelbar am Einstieg zur
Himmelsleiter
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Text: Volker
Teutschländer





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