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Freizeit und Erholung > Wandern

Stand: 13.02.2012

 

 

 


 

Die Himmelsleiter


Der bekannte Wandersteig ist wieder „besteigbar“

Seit dem 27. Juli 2002 kann der berühmte Wandersteig vom Mordachtal zum Frankenstein wieder begangen werden. Die schweren Stürme im Winter 1989/1990 hatten der Himmelsleiter so schwer zugesetzt, daß sie nicht mehr begehbar war und sich keine Hand zur Sanierung rührte. Gerade rechtzeitig zur 750-Jahr-Feier der Burg Frankenstein konnte sie in einer Gemeinschaftsaktion der beiden beteiligten Gemeinden Mühltal und Darmstadt, der Forstverwaltung und des Naturparks Bergstraße/Odenwald wieder hergestellt werden.

Die „Himmelsleiter“ ist der beliebte „Direktaufstieg“ vom Mordachtal zur Burg Frankenstein über rund 1700 m gradlinigen steilen Waldweg. Stabile Trittstufen bieten sicheren Halt, um fast 300 m Höhe zu überwinden.

Start auf der Sohle des Mordachtales

Die Himmelsleiter beginnt auf der Talsohle des Mordachtales – nur Ortsunkundige sprechen vom „Beerbachtal“, das so aber nur flußaufwärts in der Gemarkung Nieder-Beerbach heißt. Entlang der Talsohle verläuft die Landesstraße vom Kühlen Grund (zwischen Eberstadt und Nieder-Ramstadt) nach Lautertal. Der Einstieg in die Himmelsleiter beginnt gegenüber der Frankenbergersmühle (klick rechts „Kartenskizze“). Die hier heimische Müllersippe Frankenberger, deren Namen die ehemalige Mühlenhofreite noch heute trägt, gehörte zu den ältesten und begüterten Nieder-Ramstädter Mühlenunternehmer, die über Jahrhunderte Wohlstand ins Mühltal brachten.

Auf knapp 1700 m 250 m aufwärts

Zunächst müssen über die Himmelsleiter rund 350 Meter sehr steil aufwärts überwunden werden, wobei dem Wanderer die neuen Trittstufen notwendigen Halt bieten. Weitere 1300 Meter auf Nieder-Beerbacher Waldgemarkung sind es bis zur Burg auf dem 430 Meter hohen Langenberg, nicht mehr nur über steile Trittstufen.

Aber die Mühen werden belohnt:

Mit der Fernsicht über die Oberrheinische Tiefebene, über Rheinhessen, zum Main, nach Frankfurt und über die Odenwaldberge, mit dem Einblick in die Geschichte angesichts der markanten Baulichkeiten über dem Mühltal und über der Bergstraße, mit der Stärkung in der modernen Gastronomie vor dem Abstieg.

Und so kommt man hin:

Viele Wege führen zur Himmelsleiter und über sie zum Frankenstein. Fest steht, daß kaum Parkierraum für Kraftfahrzeuge am Einstieg in die Himmelsleiter an der Landesstraße 3098 besteht. Aber es bieten sich reizvolle Alternativen zur Pkw-Anfahrt an. Einige Beispiele:

Von Eberstadt:
Naturpark-Parkplatz „Sommergrund“ an der B 426 (Gernsheim am Rhein – Obernburg am Main, Abfahrt Frankenstein). Auf dem Rundwanderweg 3 (Ziff. 3 im gelben Kreis), der bald nach dem Knick nach Osten auf den Herrnweg trifft (roter Querstrich) und die Himmelsleiter kreuzt.

Von Nieder-Ramstadt:
Reizvoll ist die mit dem roten Querstrich markierte Wanderstrecke des Odenwaldklubs. Die Markierung kann leicht an der Papiermühle in Nieder-Ramstadt aufgenommen werden, wo auch begrenzte Parkiermöglichketen für Pkw-Anreisende bestehen. ÖPNV-Anreisende benutzen (nur werktags) die Linie NE (Eberstadt – Nieder-Ramstadt – Darmstadt) und steigen an der Haltestelle „Papiermühle“ aus.

Die Markierung führt im engen Tal entlang der rauschenden Modau hinter alten Mühlen vorbei bis zum Kühlen Grund, wo die Modau den Odenwald verläßt. Hier zeigt uns ein Wegweiser bereits, daß wir auf dem richtigen Weg zur Himmelsleiter sind. Hier biegt der bis dahin talabwärts nach Südwesten gerichtete Weg nach Süden ab und folgt jetzt dem Lauf der Mordach wieder hinter alten Mühlen aufwärts bis zur Waldmühle, einer heutigen Therapie-Einrichtung für Suchtkranke. Ein weiterer Wegweiser zeigt auf den Steg über die Mordach und die Landesstraße, nach der wir die Wegemarkierung „weißer runder Punkt“ aufnehmen können. In Höhe der Frankenbergersmühle zeigen Wegweiser den Einstieg in die Himmelsleiter.

Vom Kühlen Grund (zwischen Eberstadt und Nieder-Ramstadt)
Das ist der gleiche Weg wie zuvor beschrieben: Der Beschilderung „Himmelsleiter“ nehmen wir gegenüber dem Gasthaus „Kühler Grund“, dort wo man vom Parkplatz des Gasthauses die (gefährliche!) B 426 überqueren kann.

Von Nieder-Beerbach:
Von Nieder-Beerbach gibt es viel kürzere Wege zum Aufstieg auf den Frankenstein als über die Himmmelsleiter. Wer dennoch den Einstieg in die Himmelsleiter sucht, sollte über den schönen Waldrandweg rechts des Beerbachs an der Waldmühle (auch: „Krämersmühle“) vorbei zunächst zum Weiler Mordach wandern oder mit dem Linienbus NB am „Haus Burgwald“) aussteigen.

Auch von Nieder-Ramstadt ist es ein beliebter Weg über das Boschel (auch „Bonstal“) zum Weiler Mordach. Gleich aus welcher Richtung die Mordach erreicht wird: Hier ist die Landesstraße zu überqueren, um jenseits die Odenwaldklub-Markierung „weißer Punkt“ aufzunehmen und ihr zu folgen.

In Höhe Frankenbergersmühle ist der Einstieg zur Himmelsleiter aus dieser Richtung zwar nicht beschildert, aber unübersehbar.

Mit dem Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV):

RMV-Linie NB ab Nieder-Beerbach oder Eberstadt zur Haltestelle Frankenbergersmühle – unmittelbar am Einstieg zur Himmelsleiter

Text:
Volker Teutschländer












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