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Die örtlichen Gemeinschaften > Heimat- und Mundartdichtung

Stand: 6. Feb 2012

 

 

 


 

Von höchster Zinn des Frankensteins


von Hermann Weber (1863)



Von höchster Zinn des Frankenstein  
Die Blicke ringsum freudig schweifen;  
Wie stoltz durchzieht die weite Au  
Der Rhein mit lichtem Silberstrifen.


Seid mir gegrüßt, ihr wald'gen Höhn,  
Von schlanken Tälern hold begrenzet,  
Ihr Dörflein all und Wiesen fern,  
So mild vom Sonnenschein beglänzet. 


Seid mir gegrüßt, ihr Berge blau  
In weiter Fern, wo Nebel rauchen  
Seid mir gegrüßt viel tausendmal:  
Dort wohnt mein Lieb - dort ruh'n die Augen!  


 






















Text:
Volker Teutschländer



Die erwachende Burgenromantik des 19. Jahrhunderts, die wohl auch den Dichter des nebenstehenden Gedichtes inspirierte, ließ wieder Interesse an der verfallenen Burg Frankenstein aufkommen, und man begann mit einer nicht sehr gelungenen Restaurierung der noch vorhandenen Teile, die dem früheren Aussehen in weiten Teilen nicht entsprach. Die erst um 1893 aufgesetzten Turmdächer gerieten zu steil, der Nordturm (Bild) wurde sogar um ein Stockwerk erhöht, und eine Haube auf dem südlichen Turm hat es vermutlich nie gegeben. Es spricht vieles dafür, dass der Südturm immer offen mit Zinnen war.

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