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Stand: 24.05.2011

 

 

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Text:


 

Personen

Volker Teutschländer





Bernhard Kraft und Frau in den 1920er Jahren



Grabstätte der Eheleute Kraft auf dem Kirchhof in Frankenhausen





Dr. Wendel Mertz

 

Bernhard Kraft

Über den Frankenhäuser Mundartdichter und Unterhalter (8.8.1848 – 22.2.1936) gibt es unter „Die örtliche Gemeinschaft“ eine besondere Seite auf „Mühltal-Odenwald.de“:

Die Gemeinde Mühltal hat am 20.10.2001 Bernhard Kraft einen neuen Wanderweg von Frankenhausen nach Nieder-Ramstadt gewidmet und nach ihm benannt. Von Nieder-Ramstadt führt der Weg weiter nach Traisa. Er berührt alle Mühltaler Gemarkungen.
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Dr. Wendel Mertz (1891 – 1965)

Dr. Wendel Mertz ist gebürtiger Frankenhäuser und stammt aus der großen Sippe der Mertz, deren Stammsitz der prächtige Bauernhof Zeilstraße 26 ist, der in der ersten Hälfte des 18. Jh. (1701 und 1722) an der Stelle eines alten katzenelnbogischen Hofgutes des 15. und 16. Jh. entstand. Aus seiner Feder stammt das Frankenhäuser Familien- und Heimatbuch „Frankenhausen im Odenwald“ mit umfangreichem familiengeschichtlichem Teil, das die Gemeinde Frankenhausen 1955 gelegentlich der 90-Jahr-Feier des Frankenhäuser Gesangvereins herausgegeben hat. 1964 hat er das Buch mit einer Nachlese ergänzt.

In seinem Vorwort zum Heimatbuch schreibt Mertz:

„Im Nachlaß meines 1924 verstorbenen Vaters fand ich unter anderem ein Buch über die Abgaben des fürstlichen Hofgutes zu Frankenhausen, in dem die Namen meiner Vorfahren bis zweihundertfünfzig Jahre zurück vorkamen. Dieser unerwartete Lichtstrahl in das Dunkel vergangener Tage veranlaßte mich, Gemeindeakten, Kirchenbücher, Salbücher, Rechnungen der Kellereien Urberg (Auerbach) und Lichtenberg, Gerichtsakten und Akten der Forst- und Domänendirektion Hessen und andere Urkunden durchzuarbeiten, um mehr über die Vergangenheit meiner und anderer Frankenhäuser Familien zu erfahren.

Im Dezember 1925 war ich so weit, daß ich bei einem Heimatabend über Frankenhäuser Familien sprechen konnte. Man kann ohne Übertreibung sagen: Ganz Frankenhausen war damals auf den Beinen. Das Interesse an dem Schicksal und dem Lebenskampf der Ahnen und an der Heimatgeschichte war gewaltig groß.

Durch weitere Forschungen hellte sich die Vergangenheit mehr und mehr auf. . . .“

Nach seiner Promotion mit einer textkritischen Untersuchung über eine 1733 erschienene Shakespeare-Ausgabe wirkte Mertz u.a.an der Oberrealschule und an der Studienanstalt für Mädchen in Offenbach sowie als Direktor an der Staatlichen Oberschule in Konin im Wartheland. 1954 gründete Dr. Mertz das Volksbildungswerk in Frankenhausen und gestaltete dessen Programm zum Teil selbst. Zu seinem 65. Geburtstag hat ihn die Gemeinde Frankenhausen zu ihrem Ehrenbürger ernannt.

In Traisa hat sich Dr. Mertz 1953 ein Eigenheim errichtet, in dem er seinen Lebensabend verbrachte und das er so geplant hatte, daß er von seinem Arbeitszimmer hinauf zu seinem Heimatdorf Frankenhausen sehen konnte. Auch in seinem neuen Wohnort brachte er sich in die örtliche Gemeinschaft ein, gründete die Ortgruppe im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und verfaßte eine Reihe heimatgeschichtlicher Aufsätze über Traisas Vergangenheit und eingesessene Familien.

2008 würdigte die Gemeinde Mühltal sein Wirken durch die Benennung einer Straße im Frankenhäuser Neubaugebiet nach seinem Namen.