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Geschichte --> Mühltals Mühlen

Stand: 22.07.2009






























Auch mit moderner Technik:
Der Niedergang

Autor:
Karl-Heinrich Schanz




Ende der fortlaufenden Mühlengeschichte.



Mühlentechnik:





Eine Wanderung
nach Müllers Lust
zu 31 ehem. Mühlenstandorten
im Mühltal:




Aber es entstehen neue Industrie-Arbeitsplätze


Zu Anfang des 20. Jahrhunderts schafften es aber auch die reichsten „Bachprinzen" nicht mehr. Von den 16 Getreidemühlen im Jahr 1880 hatten 1905 nur noch sieben überlebt, 1913 waren es noch zwei und 1979 legte die letzte, die Anstaltsmühle, ihren Schrotgang still. Zwei Bäckereien backen noch Brot im Dorf.

Die Oberste Schachenmühle, die Papiermühle, die Schleifmühle und die Alte Bohlenmühle haben sich zu Industriebetrieben gewandelt. Die Glashüttenmühle, heutige „Haus Burgwald" in der Mordach, läßt als Fachklinik und Heilstätte kaum noch die ehemalige Mühle erahnen.

Die Unterste Schachenmühle, die Brückenmühle und die Anstaltsmühle wurden abgerissen. Die restlichen Mühlplätze bestehen entweder als landwirtschaftliche Betriebe oder reine Wohnanlagen weiter.

In der Grünanlage auf der Bleiche an der Modau („Nemourplatz“) steht ein gußeisernes Mühlengetriebe, das von der Gemeinde und dem Verein für Heimatgeschichte e.V. dort 1978 aufgestellt wurde als letztes Erinnerungsstück an ein ehemals blühendes Gewerbe in Nieder Ramstadt.


1828/29 wurden die Müllerzünfte aufgehoben, die Bäckerzünfte lösten sich erst 1866/67 freiwillig auf.


Die zuletzt erbaute Mühle in Nieder-Ramstadt war die Ölmühle des Adam Pink an der Waschenbach. Sie war das 18. Wassertriebwerk und wurde 1830 errichtet.

Das 19. Jahrhundert stand für die Müller an der Modau im Zeichen des Konkurrenzkampfes mit den aufkommenden Großmühlen mit neuer Technik an günstig gelegenen Wasser- und Schienenwegen.

Anfänglich bemühten sich die Modaumüller, dadurch Schritt zu halten, daß sie die neuen Techniken übernahmen. Wasserräder mit höherem Wirkungsgrad und später Turbinen wurden eingebaut. Die hölzernen Antriebsräder wichen modernen Gußeisengetrieben. Der Mahlgang wurde durch Walzenstühle ersetzt, das Beutelwerk durch moderne Sichtmaschinen.

Auch Dampfmaschine und Elektromotor hielten in den Mühlen ihren Einzug als Antriebsmaschinen. All dies konnte ihren Untergang nicht verhindern. Die letzte Getreidemühle stellte 1976 den Betrieb ein. Die Wasserkraft der Modau nutzen nur noch die Pulvermühle und die Koppenmühle, und zwar zur Gewinnung elekttrischen Stromes.



Ende der fortlaufenden Mühlengeschichte