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Geschichte > Nieder-Ramstadt |
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Nieder-Ramstadt im 20. Jahrhundert (2)
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Mit zunehmender Dauer des Krieges verschlechterte sich die Versorgung der Bevölkerung. Die Rationierung mußte schließlich auf alle Nahrungs- und Bedarfsartikel ausgedehnt werden. Die örtlichen Betriebe mit Ausnahme von Wacker und Doerr waren auf Kriegsproduktion umgestellt. Ab 1916 gingen viele zur Arbeit in die Munitionsfabrik nach Ober-Ramstadt. Auch unzählige Frauen und Mädchen arbeiteten dort. |
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Die Not wurde aber immer größer. Infolge der schlechten Ernte 1916 stand nicht mehr ausreichend Brotmehl zur Verfügung. In das Brot wurden auf behördliche Anordnung getrocknete und gemahlene Kartoffeln und Dickwurzel verbacken. Trotz der angedrohten schweren Strafen nahmen der Schleichhandel und die »Schwarzschlachtungen« zu. Hamsterfahrten wurden üblich. |
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Auch Rohstoffe, insbesondere Buntmetalle, wurden knapp. Die drei 1901 angeschafften Kirchenglocken wurden vom Turm genommen und sollten eingeschmolzen werden. Durch Intervention konnte der Abtransport aufgeschoben werden. Da sie nicht mehr angefordert wurden, konnten sie nach Kriegsende wieder aufgezogen werden. |
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Die Not war Anfang 1918 fast unerträglich groß, die Stimmung in der Heimat schlecht. Als auch die März-Offensive im Westen über Anfangserfolge nicht mehr hinauskam, war der Krieg entschieden. Die von Not und Leid geplagten Menschen sehnten das Kriegsende herbei. Mit dem Waffenstillstand, der Revolution und der Flucht des Kaisers ging eine Ära zu Ende |
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Die Beschreibung der Geschichte Nieder-Ramstadts von Karl Dehnert wird demnächst fortgesetzt |
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