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Philipp
Schneider II (1879 – 1949),
Landwirt
und Gastwirt, war Besitzer des Anwesens Ortsstraße 15 (heute
Gaststätte „Waschenbacher Hof“).
Das
Anwesen war Teil des ehemaligen Hofguts. Bei dessen Teilung 1782
erwarb es zunächst Johann Philipp Langendorff, bevor es um
1812 an die Hände von Johann Georg Schneider kam. Dieser und
sein Sohn Johann Georg Schneider I waren ab 1821 für fast
sieben Jahrzehnte die Beigeordneten der Gemeinde. In der Zeit, als
die Bürgermeister aus Nieder-Ramstadt kamen, führten sie
somit die gemeindlichen Geschäfte. Christoph Schneider, der
Sohn von Johann Georg I, war der Besitzer des gleichnamigen
Gasthauses, bevor etwa 1914 sein Sohn Philipp II dessen Gastwirt
wurde.
Kaum ein Waschenbacher seiner Zeit war im Ort so
präsent wie Philipp II, nach seiner Mutter Ottilie auch
„Odilsphilipp“ genannt. In jedem der Anfang des 20.
Jahrhunderts existierenden Vereine spielte er eine meist führende
Rolle.
Bei der Freiwilligen Feuerwehr war er Kommandant von
1905 bis 1919. Er zählte zu den Gründern des Turnvereins
1911, war sein erster Turnwart und gehörte als Beisitzer dem
Vorstand an. Beim 25jährigen Jubiläum des Gesangvereins
Sängerlust Waschenbach im Jahr 1912 war er als Tenor Mitglied
des Chors. 1925 wurde der Kohlen- und Sparverein mit ihm als 2.
Vorsitzenden gegründet.
Ab 1919 hatte Waschenbach
einen eigenen Bürgermeister. In der kommunalpolitischen
Tradition seines Opas und Uropas übernahm Philipp II als
erster Ortsbürger dieses Amt, das er bis 1925 begleitete.
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Dr.
Heinz Schuchmann


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Fotos aus der Sammlung von Dr. Heinz Schuchmann

Philipp
Schneider II mit Ehefrau Elisabeth, geb. Römer, sowie den
Kindern (von links) Philipp Christoph, Elisabeth, Margarethe und
Heinrich. Vorn Enkeltochter Elfriede.
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