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Geschichte > Waschenbach > frühe Vereine |
Stand:
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Die
Freiwillige Feuerwehr
Wichtiges
Instrument bei Ausbruch eines Feuers war der Feuereimer. Die
einheimischen männlichen Einwohner mussten solche bei ihrer
Huldigung stiften. Auch Neubürger hatten zum Bestand
beizutragen. So heißt es 1738: „Ein
jeder, der sich in die Gemeinde begibt, soll einen ledernen Eimer
geben, (sei) er frei, einheimisch oder fremd“. Dieser
Brauch der Feuereimerstiftung hat sich bis ins 20. Jh. gehalten,
wenn auch möglicherweise nur symbolisch. Jedenfalls mussten
noch 1920 Philipp Schneider II, Johannes Müller und Jakob
Krauß sen. zusammen 12,- Mark Feuereimergeld zahlen (im
Alter um die 30 Jahre). Sogar 1933 sind noch Philipp Poth sen.,
Heinrich Brückmann und Andreas Adam jun. zur Kasse gebeten
worden. „Bei einem Brand zu Ober-Ramstadt wurden von den Feuerläufern verzehrt 3 Gulden“. 1805 wurde sogar in Darmstadt Hilfe geleistet: Bei einem zu Darmstadt gewesenen Brand vor dem Frankfurter Tor ist verzehrt worden 1 Gulden“. Über die gespendeten Feuereimer hinaus musste auch die Gemeinde für die Anschaffung von Geräten aufkommen, z.B. 1827: Anschaffung von Löschgerätschaften 13 Gulden, 6 Kreuzer“ und 1828: „Anschaffung einer Feuerspritze 12 Gulden, 43 Kreuzer, Feuereimer 2 Gulden“. 1858
wurden 2 neue Feuerleitern für 6 Gulden angeschafft. „Dem Feuerwehr Insp. Justus (für) die neue angekaufte Feuerspritze 130,- M“ Dazu
musste auch ein Spritzenbehälter angeschafft werden;
Zimmermann Gruß (aus Frankenhausen) erhielt dafür 10,50
Mark. 1882 kam ein Beitrag von der Brandversicherungskasse von
100,- Mark. Über Feuerwehrinspektor Justus gab es noch einmal
390,- Mark. Die neuen Feuerwehrmänner mussten auch
eingekleidet werden. Dazu wurden 22 Kappen für 35,20 Mark und
22 Juppen für 218,90 Mark angeschafft. Die neue Wehr wurde gleich zu Beginn ordentlich gefordert. Am 26.5.1885 brannte es bei dem Gastwirt Christoph Schneider (Vater von Philipp II) und seinem Nachbarn Johannes Krauß (damals Ortsstraße 13, dem späteren „Simonshaus“, heute Speisesaal des Waschenbacher Hofs). Am 11.11.1885 leistete die Waschenbacher Wehr sogar Hilfe in Frankenhausen. Johannes Poth hatte für den Transport der Feuerspritze und der Leiter gesorgt, wofür er 3,- Mark erhielt. In der Jubiläumsschrift von 1973 ist eindrucksvoll geschildert, wie damals ein Brandeinsatz aussah:
Einst
und jetzt 1908 feierte die Wehr ihr 25jähriges Jubiläum. Etwa aus dieser Zeit, nämlich 1911, stammt ein schönes Gruppenbild der Wehr, aufgenommen auf der Treppe der alten Schule. Damals gehörte ein Spielmannszug zur Feuerwehr. |
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